Zukunftsweisende Projekte kündigte der Beiratsvorsitzende Hans-Ulrich Ruf den Gesellschaftern der Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern GmbH (BKI) an. Durch technische und fachliche Innovationen werde angestrebt, die führende Marktposition des BKI auf dem Gebiet der Fachinformationen für das wirtschaftliche Planen und Bauen nicht nur zu behaupten, sondern sogar weiter auszubauen. Im Vordergrund stehen dabei vor allem IT-Entwicklungen, u. a. die Neuprogrammierung des BKI-Kostenplaners, die Erschließung elektronischer Märkte, die Nutzung von BKI-Daten für mobile Endgeräte und die Befähigung der BKI-Produkte und Daten für Anwendungen in Verbindung mit BIM.
Wie in den Jahren zuvor konnte in Berlin ein exzellenter Jahresabschluss präsentiert werden, bei dem die im Wirtschaftsplan 2014 gesteckten Ziele deutlich übertroffen wurden. Der Jahresabschluss 2014 weist sowohl beim Umsatz (3,19 Mio.) als auch bei der Gesamtleistung (3,49 Mio.) die höchsten Werte seit Gründung des BKI aus. „Die Vermögenslage, die Finanzlage und die Ertragslage des BKI kennzeichnen ein durch und durch gesundes Unternehmen“, betonte Ruf in seinem Bericht. Nachdem das BKI im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit seiner Gründung einen Anteil des erzielten Jahresüberschusses in Höhe von 50.000 Euro an die Gesellschafter ausschütten konnte, wurde auch in diesem Jahr wieder ein Bilanzgewinn ausgewiesen. Daraus wurde nach Beschluss der Gesellschafterversammlung zum einen das Eigenkapital der GmbH von 100.000 DM auf 100.000 Euro erhöht, zum anderen konnten wieder 50.000 Euro an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.
Arbeitsschwerpunkte
Orientiert an der im Jahr 2012 vom Beirat beschlossenen mittelfristigen Unternehmensplanung für den Zeitraum von 2012 bis 2016 wurde der Weg einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Unternehmens bei moderatem Wachstum verfolgt. Die Schwerpunkte bilden dabei die Weiterentwicklung und Komplettierung des Produktangebotes in den Geschäftsfeldern Kostenplanung, Energieplanung, Gebäudemanagement und Büromanagement sowie der konsequente Ausbau der Datenbank, die die Grundlage für alle BKI-Produkte darstellt.
Zum vierten Mal in Folge verzeichnet die Objektdatenbank eine Zunahme von über 200 Objekten im Jahr. Die Aktualität der Daten und die ausgewogene regionale Verteilung der Objekte sichern die Produktqualität des BKI.
15 Neuerscheinungen bzw. Updates wurden 2014 herausgegeben. Um neben dem erfolgreichen BKI-Fachbuch-Vertrieb die elektronische Version der Positionen noch erfolgreicher zu vertreiben, konnte das BKI mit diversen AVA-Softwarehäusern Verträge zu Vertriebskooperationen abschließen.
Hannes Spielbauer, BKI-Geschäftsführer, zeigte auf, dass der Hauptumsatz des BKI mit 55 Prozent nach wie vor im Bereich der Printmedien erzielt wird, gefolgt von den Software-Erlösen mit 35 Prozent. Von den erzielten Erlösen basieren 74 Prozent auf Fachinformationen im Geschäftsfeld Kostenplanung und 19 Prozent im Bereich Energieplanung.
Seine Produktschulungsangebote stimmt das BKI mit den Fortbildungsverantwortlichen der Länderkammern ab. Darüber hinaus verweist das BKI auf seinen Internet-Seiten auch auf das zentrale Fortbildungsangebot der Architektenkammern unter www.architekten-fortbildung.de.
Insbesondere durch die neue EnEV 2014 und die BKI-Neuerscheinung Wärmebrückenplaner konnte im Geschäftsfeld Energieplanung eine deutliche Umsatzsteigerung erzielt werden. Insgesamt konnte der Umsatz im Bereich der Workshops auf fast 100.000 Euro gesteigert werden. Das macht drei Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Building Information Modeling (BIM)
Der Vorstand der Bundesarchitektenkammer (BAK) hatte einen Beitritt als Gründungsmitglied zur Bauen Digital GmbH beschlossen und auch einen Beitritt des BKI befürwortet. Der Beirat des BKI befasste sich daraufhin mit den technischen, baufachlichen, organisatorischen, rechtlichen und berufspolitischen Gesichtspunkten von BIM. Von besonderem Interesse war die Frage, welche Konsequenzen sich aus BIM für die Arbeitsbereiche des BKI – insbesondere in der Kosten- und Terminplanung – ergeben und welche fachlichen Beiträge BKI zur Entwicklung von BIM leisten kann. Der Beirat sieht für das BKI große Chancen, die weitere Digitalisierung des Planens und Bauens durch eine Mitwirkung in der Gesellschaft aktiv mitgestalten zu können. Generell wurde es begrüßt, dass die Architektenschaft durch die BAK als Gründungsmitglied in der planen-bauen 4.0 GmbH mit starker Position vertreten ist. Insofern wurde in einer Beteiligung des BKI durchaus die Möglichkeit gesehen, die Interessen der Architektenschaft noch stärker zum Ausdruck zu bringen. Deshalb folgte die Gesellschafterversammlung der Empfehlung des Beirats zu einer Beteiligung an der planen-bauen 4.0 GmbH.
Darüber hinaus hatte der BKI-Beirat schon die Mitgliedschaft im Bundesverband Bausoftware (BVBS) beschlossen, der ebenfalls Gesellschafter der planenbauen 4.0 GmbH ist. Da das BKI Bausoftware herstellt und vertreibt, erscheint eine Mitgliedschaft in diesem Fachverband für das BKI sehr sinnvoll zu sein.