Das Informationszentrum für Baukosten blickt auf eine Geschichte der Erfolge zurück
Eine Ära geht zu Ende: Nach mehr als 20 Jahren verabschiedete sich Hans- Ulrich Ruf am 29. April im Rahmen der Gesellschafterversammlung des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern als Beiratsvorsitzender. Ernst Uhing, Präsident der AKNW, dankte Ruf im Namen der Gesellschafter für sein großes Engagement. „Die Gründung des Baukosteninformationszentrums und die erfolgreiche Positionierung der GmbH waren von Beginn an eine Herzensangelegenheit für Hans-Ulrich Ruf“, so Uhing in seiner Laudatio. Auch Wolfgang Fehrs (Neumünster), seit 2001 stellvertretender Beiratsvorsitzender, stand für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung und wurde in der Gesellschafterversammlung in Düsseldorf gebührend verabschiedet.
Zum 15. Mal in Folge schwarze Zahlen Hans-Ulrich Ruf zeichnete die Entwicklung des BKI in vier Phasen nach: In der Gründungsphase mussten die Datenbestände der Architektenkammer Baden- Württemberg und Nordrhein-Westfalen zusammengeführt und marktfähige Produkte von Grund auf neu entwickelt werden. Die zunächst entstandenen Verluste mussten durch Zuschüsse der Gesellschafter ausgeglichen werden. In der Konsolidierungsphase von 2001 bis 2005 konnten die Produktivität und das Produktangebot deutlich gesteigert werden. Zwischen 2006 bis 2010 konnten Umsätze und Erlöse deutlich gesteigert und erstmals Jahresüberschüsse erzielt werden. Nicht ohne Stolz blickt Ruf auf die Ausbauphase und die Investitionsphase von 2011-2015 zurück, in der erstmals Umsatzerlöse von mehr als drei Mio. Euro erzielt werden konnten. „Die Entwicklung des BKI kennt trotz mancher Probleme nur eine Richtung – vorwärts und aufwärts!“, betont Hans- Ulrich Ruf in seinem letzten Bericht als Beiratsvorsitzender. Die im Wirtschaftsplan 2015 gesteckten Ziele wurden nach Vorlage des Jahresabschlusses deutlich übertroffen: Alle betrieblichen Kennzahlen belegen eindrucksvoll, dass die wirtschaftliche Entwicklung des BKI weiterhin ausgezeichnet verlaufen ist. Bereits zum 15. Mal in Folge weist der Jahresabschluss ein positives Ergebnis auf.
Kontinuität, Qualitätssicherung und Digitalisierung Die Unternehmensphilosophie sieht eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Komplettierung der vorhandenen Produktpalette sowie deren Qualitätssicherung in den Geschäftsfeldern Kostenplanung, Energieplanung, Gebäude- und Büromanagement vor. Ein weiterer Schwerpunkt ist der konsequente Ausbau der Objektdatenbank bzw. die EDV-technische Reorganisation der Datenbank zur ständigen Verbesserung der Objektauswahl und zur Steigerung der Effizienz der mit der Datenbank verbundenen Prozesse. Parallel zum Projekt „Reorganisation der Datenbank“ werden neue IT-Projekte definiert und entwickelt, die die erfolgreiche Zukunft vom BKI gewährleisten sollen. Darüber hinaus werden neue Aufgaben und Ziele definiert. Dazu gehört unter anderem die Beteiligung an der „planen und bauen 4.0 GmbH“, die Mitwirkung in verschiedenen BIM-Gremien, die Mitwirkung bei der Normenarbeit und die Entwicklung einer mittelfristigen IT-Strategie und der Ausbau des Produktangebotes über neue Medienträger, z.B. die Nutzung von BKIDaten auf mobilen Endgeräten.
Kernkompetenz Der Geschäftsführer Hannes Spielbauer berichtete, dass „der Hauptumsatz des BKI, knapp 80 Prozent, mit der Kernkompetenz ‚Aktuelle Baukosten‘ erzielt wird“. Im Geschäftsjahr 2015 realisierte das BKI insgesamt 20 Neuerscheinungen, 16 davon aus dem Geschäftsfeld ‚Kostenplanung‘. Das wichtigste und erfolgreichste BKIProdukt ist aber nach wie vor die Fachbuchreihe ‚BKI Baukosten‘. Neu hinzugekommen sind ‚Objektdaten für Innenräume‘ und ‚Objektdaten für den sozialen Wohnungsbau‘.
27.06.2016
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