Wolfgang Riehle ist alter und neuer Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg.
"In einem Klima von Offenheit für Neues bin ich gerne bereit, noch einmal Verantwortung für unsere Kammer zu übernehmen", hatte der Architekt und Stadtplaner dem Architektenparlament am 26. November 2010 erklärt. Die Delegierten sprachen sich mit überwältigender Mehrheit für eine vierte Legislaturperiode des Amtsinhabers aus.
Auch die Vizepräsidenten standen zur Wahl. Im Amt bestätigt wurden Prof. Dipl.-Ing. Sebastian Zoeppritz, Freier Architekt und Freier Stadtplaner in Stuttgart, sowie Eva Schlechtendahl, Freie Architektin in Freiburg. Als neues Gesicht kommt Beatrice Soltys hinzu, sie ist Architektin und Baubürgermeisterin in Fellbach.
Einen umfassenden Wechsel gab es bei den Vertretern der Fachrichtungen: Diana Wiedemann aus Freiburg vertritt künftig die Innenarchitektur, Christof Luz aus Stuttgart übernimmt die Landschaftsarchitektur und Matthias Schuster, ebenfalls aus Stuttgart, die Stadtplanung. Als Vertreter der baugewerblich Tätigen wurde Klaus Wehrle, Architekt in Gutach, in seinem Amt bestätigt.
Der Landesvorstand ist komplett
jeweils von links 1. Reihe: Beatrice Soltys, Architektin, Fellbach; Eva Schlechtendahl, Freie Architektin, Freiburg; Susanne Kletzin, Architektin, Stuttgart; Matthias Schuster, Freier Stadtplaner und Freier Architekt, Stuttgart
2. Reihe: Christof Luz, Freier Landschaftsarchitekt, Stuttgart; Prof. Sebastian Zoeppritz, Freier Architekt und Freier Stadtplaner, Stuttgart; Wolfgang Riehle, Freier Architekt und Freier Stadtplaner, Reutlingen; Matthias Grzimek, Freier Architekt, Kirchheim/Teck
4. Reihe: Eckhard Bull, Freier Architekt, Freiburg; Klaus Wehrle, Architekt und Stadtplaner, Gutach; Diana Wiedemann, Freie Innenarchitektin und Freie Architektin, Ehrenkirchen; Prof. Rudolf Kleine, Freier Architekt, Karlsruhe
Die Vorsitzenden (1.) und stellvertretenden Vorsitzenden (2.) der vier Kammerbezirke (KB) wurden bereits im Oktober gewählt.
KB Freiburg: 1. Eckhard Bull, 2. Rolf Sutter KB Karlsruhe: 1. Prof. Rudolf Kleine, 2. Peter Mauritz KB Stuttgart: 1. Matthias Grzimek, 2. Susanne Kletzin KB Tübingen: 1. Prof. Winfried Engels, 2. Monika Fritz
Stuttgart 21: Position der Architektenkammer Baden-Württemberg
Im Rahmen der Landesvertreterversammlung stand auch die Positionierung der Kammer zum Großprojekt Stuttgart 21 zur Diskussion. Nach intensiven Debatten einigten sich die Landesvertreter auf folgenden Beschlusstext:
"Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat das Projekt Stuttgart 21 seit Beginn der Planungen und in verschiedenen Abwägungsprozessen konstruktiv kritisch und im Ergebnis positiv begleitet.
Die Landesvertreterversammlung hat am 27. November 2010 in Friedrichshafen eine intensive und in Teilen kontroverse Diskussion über die aktuelle Haltung des Berufsstandes geführt, um ihre bisherige Positionierung zu überprüfen.
Zusammenfassend wird festgestellt:
Die Bereitschaft der Architekten und Stadtplaner Baden-Württembergs zur engagierten Begleitung des Projekts wurde erneuert.
Der Berufsstand konzentriert sich auf die von ihm fachlich vertretenen Themen Stadtentwicklung, Städtebau, Freiflächen und Architektur.
Dabei wird eine Verfahrenskultur eingefordert, die sich durch Transparenz, Offenheit und Nachvollziehbarkeit auszeichnet.
Die Umsetzung eines differenzierten, lebendigen und kleinmaßstäblich strukturierten Konzepts für eine stufenweise innerstädtische Entwicklung in Stuttgart wird gefordert.
Als Grundlage für weitergehende Vorschläge wird die Architektenkammer einen Zyklus von Informations- und Diskussionsveranstaltungen im ersten Halbjahr 2011 durchführen."
Für Rückfragen steht Hans Dieterle, Hauptgeschäftsführer der Architektenkammer Baden-Württemberg, gerne zur Verfügung: Telefon 0711 / 2196-110, dieterle spamgeschützt @ spamgeschützt akbw.de
Am 26. und 27. November 2010 hat die Landesvertreterversammlung, das sog. "Architektenparlament" über Stuttgart 21, die HOAI, Bachelor- / Master, Nachhaltigkeit u.v.m. diskutiert. Und nicht zuletzt wurden der Präsident, die Vizepräsidenten und die Fachrichtungsvertreter im Vorstand gewählt.