Da derzeit besonders tückische und raffiniert als vermeintliche Bewerbung getarnte Computerviren unterwegs sind, empfiehlt die Architektenkammer besondere Sorgfalt bei Stellenausschreibungen und digitalen Bewerbungen.
Aktuell hat ein Büro die Architektenkammer darüber informiert, dass es eine Bewerbung erhalten habe, die mit einem Virus infiziert war. Die Mail tarnte sich bestens als Bewerbungsanhang und nahm wohl Bezug auf eine tatsächlich geschaltete Stellenanzeige in unserer Rubrik "Kleinanzeigen".
Da uns bisher nur dieser eine Fall bekannt ist, gehen wir derzeit nicht davon aus, dass der Virus grundsätzlich über den möglichen Datei-Upload unserer Kleinanzeigen verbreitet wird. Wenn Sie dennoch alle Risiken ausschließen möchten, sollten Sie folgende Hinweise beim Einstellen von Kleinanzeigen beachten:
Schreiben Sie Ihre E-Mail-Adresse nicht direkt in den Text der Anzeige, sondern nutzen Sie das Kontaktformular über die Option "Anzeige ohne Adresse veröffentlichen".
Nennen Sie eine Postadresse, eine Telefonnummer und eine Kontaktperson, an die sich Bewerberinnen und Bewerber wenden können.
Ganz sicher sind Sie, wenn Sie die Option "Interessenten dürfen mir Dateien als Anhänge senden" nicht nutzen. Erbitten Sie Kontaktaufnahme über das Kontaktformular oder auf telefonischem Wege. Dann haben Sie die Möglichkeit, ihre Kontakt-Mailadresse nur den Anfragenden direkt bekanntzugeben.
Seien Sie vorsichtig, wenn ein Bewerber Sie auffordert, seine aufgrund der Größe in der Clowd liegende Bewerbung beispielsweise bei Dropbox oder ähnlichen Diensten abzurufen. Auch derartige Links können zu Schadsoftware führen.
Die Alternative ist, ausschließlich direkte Bewerbungen auf dem Postweg zuzulassen.
Tatsächlich ist seit Dienstag früh wieder ein Trojaner im Netz unterwegs, der sich als Bewerbung tarnt, wie Heise Online bereits am 6. Dezember berichtete: "Goldeneye Ransomware greift gezielt Personalabteilungen an." Ein solcher oder ähnlicher Trojaner kann Sie auch über E-Mail-Adressen erreichen, die auf Ihrer Website veröffentlicht sind.
Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz vor Schadsoftware. Es bleibt nur, möglichst wachsam zu sein und alle möglichen Schutzmechanismen zu nutzen, insbesondere stets aktuelle Virenschutzprogramme und eine wirksame Datensicherung.
Service
Wie Sie sich vor Trojanern, Viren und Schädlingen schützen
Wie kann man sich und sein Büro vor unliebsamer Software und dem heimlichen Eindringen Dritter in die eigene IT schützen? Oft hilft das Beherzigen einfacher Hausmittel. Ein Blick in die Ilias der Informationstechnik.