Für einen besseren Berufsteinstieg von Absolventen
Ein wichtiges Anliegen der Projektgruppe AiP/SiP ist die Verbesserung der Informationslage rund um den Berufseinstieg. Dies bedeutet, eben nicht erst die Eintragungswilligen mit Hochschulabschluss anzusprechen oder die Beratung nach der Eintragung zum Vollmitglied. Es geht vielmehr um eine Aufklärungspolitik, die bereits im Studium beginnt und sich auch bis nach der AiP/ SiP-Zeit fortsetzt. Nun kann von Kammerseite mit viel Elan daran gearbeitet werden und das Informationspotential sukzessiv erhöht werden, doch läuft diese Bemühung ins Leere, wenn dem Sender kein Empfänger gegenübersteht
Daher gehört zur Strategie der Projektgruppe, nicht nur Qualität und Quantität von Erklärungen, Hinweisen und Auskünften zu verbessern, auch das Netzwerken ist ein wichtiger Teil, um eben eine höhere Anzahl von Empfängern zu generieren.
Zentrale Partner hierbei sind sicherlich die Hochschulen. Dass eine Präsenz dort sinnvoll ist, hat nicht nur die Kammer erkannt: Auch die Hochschulen sind von der Notwendigkeit überzeugt. Es ist anzunehmen, dass ein Großteil derer, die ein Architekturstudium aufnehmen, später auch als Architekten arbeiten wollen. Deshalb ist es umso wichtiger, die Möglichkeiten und Wege hierfür frühzeitig und kompetent aufzuzeigen. Es soll nämlich nicht mehr passieren, dass die Absolventen nach ihrem Abschluss erfahren, dass dieser überhaupt nicht eintragungsfähig ist, oder die Hochschulabgänger noch nicht mal wissen, dass es Architektenkammern gibt.
Die Infotafeln, welche seit einiger Zeit in allen Hochschulen hängen, sind natürlich in keiner Weise ausreichend, sie bilden nur ein Stück des gesamten Systems. Unabdingbar ist der persönliche und direkte Kontakt und dies vor allem vor Ort. Das Konzept, dass von Zeit zu Zeit Vertreter aus dem Haupt- und Ehrenamt an die Hochschule gehen, um dort den Studenten als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, scheint aus heutiger Sicht durchaus erfolgsversprechend. Bei diesen Veranstaltungen wird im Vorfeld ein grober Überblick über das „Gesamtkonstrukt Kammer“ gegeben, anschließend wird speziell auf die AiP/SiP eingegangen. Sei es die Eintragung an sich, seien es die Rechte und Pflichten, welche ein Kammerneumitglied hat. Zum Ende kann bei einer offenen Fragerunde noch vertieft auf die Probleme und Wünsche eingegangen werden.
Dass diese Idee, bei der die Kammer an den Hochschulen präsent ist, gut funktioniert, zeigte auch wieder die Veranstaltung Mitte Februar an der Architekturfakultät des KIT in Karlsruhe.
Obwohl der Termin an einem Freitagnachmittag mitten in der heißen Abgabephase lag, fanden doch einige Studenten den Weg in die „Grüne Grotte“. Repräsentiert wurde die Kammer durch Andreas Grube, dem Bezirksvorsitzenden aus Karlsruhe, Heike Wahrenberger, Angestellte im Eintragungswesen und Sascha Geiser, Vertreter der Projektgruppe AiP/SiP.
Andreas Grube stellte die Kammer an sich vor. Vermittelt wurden die gesetzliche Grundlage, die Struktur und Organisation sowie die Angebote der AKBW. Den Themenblock der AiP/SiP-relevanten Inhalte übernahm Sascha Geiser. Was muss bei bzw. vor der Eintragung zum AiP/SiP beachtet werden? Was passiert während der ersten zwei Jahre? Und was muss in dieser Zeit geleistet werden, damit einer Eintragung zum Vollmitglied nichts im Wege steht? Natürlich war ein Punkt auch die Kammerpolitik und welche Möglichkeiten es, auch für Neumitglieder, gibt sich berufspolitisch zu engagieren.
Bei der Fragerunde wurde das komplette Repertoire der AiP/SiP-Belange durchgegangen. Bei allgemeingültigen Inhalten bis hin zu speziellen Einzelfällen konnte mit Rat und Tat zur Seite gestanden werden.
Meldet Euch!
Das große Interesse der Studierenden zeigt, dass das Angebot der „Kammer vor Ort“ wirklich notwendig ist. Am Konzept wird noch weiterhin gefeilt und die Präsenz gestärkt. Um die Themen auch in Zukunft aktuell zu halten, wird natürlich der frische Input von außen benötigt. Daher sollen sich nun speziell die jungen Kammermitglieder angesprochen fühlen, deren Studienzeit noch nicht allzu lange her ist:
Wenn Ihr Punkte habt, bei denen Ihr denkt, diese Infos wären schon im Studium sinnvoll gewesen
oder Ihr eine Idee habt, welche Veranstaltungsformen Ihr Euch während des Studiums gewünscht hättet, meldet Euch!
Schreibt Eure Vorschläge/Ideen an aip_ sip@akbw.de – diese Adresse steht Euch natürlich auch zur Verfügung, wenn Ihr Fragen habt, oder Euch berufspolitisch einbringen wollt.
Das IFBau bietet für AiP/SiP ein umfangreiches Seminarprogramm, das nach Inhalt und Art der Themenvermittlung besonders für die Belange von Berufsanfängern geeignet ist.