Umnutzung Gewerbehalle zu Büros und Ateliers
Helligestraße 4A
79100 Freiburg
rolf + hotz architekten Freiburg Garten- und Landscahftsarchitekten: Stötzer + Stötzer, Freiburg Projektleitung: Holger Bachem, Katja Reichenbach
Planungsgemeinschaft Hölderlebach GbRmbH, Stahl + Weiß, Ika Huber,, Brigitte Fleck, Stötzer + Stötzer, Prof. Isabel Zuber, rolf + hotz architekten, Freiburg
2006
Projektmitarbeit: Felix Fritz
Tragwerk: Mohnke Bauingenieure, Denzlingen
Energiekonzept: Stahl + Weiß, Büro für SonnenEnergie, Freiburg
Was im Gebiet "Kronenmatten" Ende der 1950er Jahre Heimstatt für das Blechnereihandwerk der Firma Baden-Auto war, und zwischen 1970 bis 2002 die Druckereiwerkstatt der Firma Otto Kehrer beherbergte, ist nun "Halle 8".
"Halle 8" liegt direkt am Hölderlebach, dessen frisches Schwarzwaldwasser an der Südseite der vollverglasten Fassade vorbeiplätschert. Einst hatten die Waldarbeiter das kleine Flüsschen zum Transport ihrer Baumstämme genutzt, jetzt ist es Idylle im städtischen Mischgebiet, dessen Bebauungsplan von 1994, wegen des bestehenden Überangebots von Büroflächen, das Konzept ‘Wohnen und Arbeiten’ vorsieht.
In "Halle 8" arbeiten Architekten, Energieberater und Künstler.
Die 25 x 60 Meter große Halle ist unterteilt in 8 gleich große Achsfelder, die sich rolf + hotz architekten, das Büro Stahl + Weiss, und die Landschaftsarchitekten Stötzer + Stötzer mit den Künstlerateliers von Ralph Fleck, Ika Huber und Isabel Zuber teilen.
Anfang 2006 haben sie gemeinsam die Halle gekauft und mit der Sanierung begonnen, zudem wurden alle überflüssigen Anbauten, die über die Jahre hinzukamen, entfernt. Übrig geblieben ist eine imposante Stahlbetonbinderkonstruktion, deren nach oben auslaufende, gebogene Stützen und das Oberlicht über die Länge der Dachmitte wieder den Charme der späten 50er Jahre vermitteln.
Kontrast und Symbiose zugleich ist die Südfassade, die zunächst komplett herausgebrochen und dann durch eine um 2,50 Meter nach innen versetzte 4,50 Meter hohe Vollverglasung ersetzt wurde, so dass die einzelnen Hallenabschnitte der Büros und Ateliers nun über eine Galerie zugänglich sind. Zwei Freitreppen überbrücken den Niveau-Unterschied von etwa 1,30 Metern zwischen Gelände und Galerie.
So sind lichtdurchflutete Arbeitsräume entstanden, die bei Kälte mit einer Holzpellets-Heizung erwärmt werden, deren Energieleistung durch die verbesserte Wärmedämmung nur auf niedrigem Niveau laufen muss. Auf der nach Süden geneigten, geschlossenen Oberlichtverglasung liefert eine Photovaltaikanlage den halben Strombedarf für ‘Halle 8’.
Das keilförmige Gelände zwischen Bach und Südfassade ist der gemeinsame "Hof" der Gemeinschaft, ein Raum für Kultur und Feste, ein Stück Natur inmitten der Stadt




