Neubau von 6 Reihenhäusern auf bestehender Tiefgarage
Goethestraße 41-51
78467 Konstanz
WOBAK Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH Konstanz, Hannes Mayer
WOBAK Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH Konstanz
2018
Ausgangssituation
Ein zweigeschossiges Parkdeck in der Innenstadt aus den 1980er Jahren sollte instandgesetzt werden. Durch das Überangebot an oberirdischen Parkplätzen verödete das Oberdeck zur Abstellfläche für Bootsanhänger und allerlei Dinge. Keine schöne Atmosphäre für die Wohnseiten der anschließenden Mehrfamilienhäuser.
Baulicher Eingriff
Ein rhythmisierter Baukörper aus sechs Winkelhäusern mit 70 Meter Gesamtlänge wurde auf der Tiefgaragendecke neu errichtet. In Obergeschossen mit Glasschirmen verbunden, geben die Baukörper dem neu entstandenen Innenhof Lärmschutz und Abgrenzung zur stark befahrenen Wollmatingerstraße. Ergebnis: Eine Win-Win-Situation - außergewöhnlich bei Nachverdichtungsprojekten. Einerseits freuen sich nun die Bewohner der bestehenden Häuser über den verbesserten Lärmschutz, andererseits profitieren die Neubauten vom bisherigen, gewachsenen parkartigen Innenhof.
Nutzung
Sechs junge Familien wohnen auf zwei Geschossen. Im Erdgeschoss sorgt jeweils ein kleiner Innenhof mit Pflanzen für Privatsphäre, im Obergeschoss streckt sich der Baukörper in Ost-West-Richtung zum Park und bringt Licht in die Individualräume. Die zur Straße verglaste Terrasse auf dem eingeschossigen Verbindungsteil bietet ein grünes Außenzimmer mit geschützten Ausblicken auf den Seerücken und die belebte Straße. Der unbebaute Teil des Parkdecks dient als Spielstraße.
Bauliche Umsetzung
Mit geringen Anpassungen der Tragstruktur in der Tiefgarage gelang es, die zusätzliche Belastung durch die Leichtbau–Holzhäuser, aus nachwachsenden Rohstoffen, zu ermöglichen.
Versorgungskonzept
Die Neubauten nutzen die Wärme des bestehenden Blockheizkraftwerks in der Tiefgaragenrampe. Der Heizungsrücklauf der bisher versorgten Altbauten reicht für die Niedrigtemperaturheizungen der neu entstandenen Häuser aus. Photovoltaik auf den Dachflächen ergänzt das Mieterstrommodell der Stadtwerke.




