Maschinenhalle des Weinguts Trautwein
Riegeler Straße 2
79353 Bahlingen
Architekturwerkstatt Holderer Bahlingen
Elfriede und Hans-Peter Trautwein, Bahlingen
2009
Nutzfläche: 110 m²
Volumen: 766 m³
Ausgangssituation:
Der Bauherr hat im Jahre 1989 seinen Bioland- Weinbaubetrieb am Ortseingang von Bahlingen errichtet. Das Weingut hat sich seit der Zeit einen sehr guten Namen als Demeter- Weingut erarbeitet. Aufgrund der betrieblichen Enge und der steigenden Nachfrage, musste die bestehende Maschinenhalle erweitert werden. Durch die exponierte Lage im Einfahrtsbereich des Weinguts war für den Bauherrn das äußere Erscheinungsbild wichtig. Das Gebäude war mit finanzieller Hilfe der Landsiedlung zu erstellen. Zur Festlegung des finanziellen Rahmens waren zahlreiche Abstimmungen erforderlich.
Planungsaufgabe:
Das Gebäude musste ansprechend nach außen und gleichzeitig kostengünstig geplant werden.
- Welches Aussehen soll oder darf eine Maschinenhalle haben?
- Welche Materialien sind im Sinne eines ökologischen Weinguts zu wählen?
Entwurfsgedanken:
- Kubus als einfache Grundform
- Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen
- Vulkangestein vom Kaiserstuhl um die Verbindung zum Wein und der Region herzustellen
- Das Gebäude sollte eine schlichte Eleganz ausstrahlen.
Umsetzung:
Die Wände wurden als Holzrahmenkonstruktion erstellt und mit horizontalen Lärchenholzleisten verkleidet.
Die Gabionenwand im Einfahrtsbereich wurde mit Vulkanitgestein aus Bötzingen gefüllt.
Die Dachkonstruktion wurde aus Nagelplattenbindern erstellt.
Ausladende Dachvorsprünge sollen die darunter liegenden Wände schützen.
Plexiglasplatten an der Traufe zwischen den Dachbindern lassen das Dach leicht erscheinen.
Die Verglasungen in der Fassade hinter den Holzleisten erhellen tagsüber die Halle ohne das ruhige Erscheinungsbild der Lerchenholzverkleidung zu stören.
Das Schiebetor ist in die Verkleidung integriert.
Ein einfacher Kubus als Gebäudeform, einfache und klare Details sowie ablesbare Abgrenzungen zwischen den einzelnen Bauteilen wie Dach, Holzwände und Gabionenwand ergeben ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit und lassen ein spannungsreiches und harmonisches Gesamtgebäude entstehen. Das Dach wird noch begrünt, statisch sind Photovoltaikelemente berücksichtigt.




