Karl Rahner Haus, Instituts- und Tagungsgebäude
Habsburgerstraße 107
79104 Freiburg
Erzbischöfliches Bauamt Freiburg
Erzbischof Hermann Stiftung, vertreten durch das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg
2005
Bauleitung: Heino Robbin, Freiburg
Statik: Ingenieurbüro Mohnke, Denzlingen
Haustechnik: Hölken Berghoff, Vörstetten
Elektrotechnik: Planungsgruppe, Burgert Schallstadt
Mit dem Karl Rahner Haus Freiburg errichtet die Erzdiözese ein neues Tagungszentrum für drei theologische Einrichtungen, die derzeit noch an verschiedenen Standorten innerhalb des Stadtgebietes untergebracht sind. Das Institut für Pastorale Bildung, das Institut für Religionspädagogik und die Studienbegleitung für Theologiestudenten erhalten ein gemeinsames Gebäude.
Entwurf
Der Neubau gliedert sich in einen 5-geschossigen Kopfbau, der die Grundstücksecke zur Habsburgerstraße markiert und in einen 4-geschossigen Längsbaukörper entlang der Johanniterstraße. Die städtebaulichen Forderungen der Stadt Freiburg nach einem Attikageschoss sowie die Festlegung der Traufhöhen führten zu diesem differenzierten Baukörper. Der kubische Bau ist geprägt durch seine plastischen auskragenden Bauteile, die mit Torfbrandklinker überzogen sind. Im Erdgeschoss befindet sich neben dem 3-geschossigen Eingangsfoyer die Kapelle, der Speisesaal, die Küche und die Büros der Studienbegleitung. Sichtbeton, Eichenholz und dunkler Terrazzo sind die dominierenden Baustoffe. In der Kapelle durchbrechen zwei gekippte, schräge Wände die strenge Orthogonalität des übrigen Gebäudes, die Unterzüge des Betonkreuzes tragen den Kopfbau, den Seminarbereich. Die Verwaltung der Institute ist jeweils im ersten und zweiten Obergeschoss des Längsbaus untergebracht. Im dritten Obergeschoss befinden sich neben den Seminarräumen 20 Gästezimmer. Der große mit Eichenholzpanelen getäfelte Karl Rahner Saal, eine Cafeteria und eine Dachterrasse runden das Raumprogramm ab.
Energietechnik
Die Erzdiözese besitzt und bewirtschaftet auch größere Waldflächen. Daher war es ein großes Anliegen des Bauherrn zur Bewahrung der Schöpfung den regenerativen Energieträger Holz zu verwerten. Gemeinsam mit der benachbarten Stiftungsverwaltung der Stadt Freiburg wurde eine neue Hackschnitzelheizungsanlage gebaut, an die über eine Fernwärmeleitung neben den großen Gebäudebestand des Seniorenheims der Heilig-Geist Stiftung auch das neue Karl Rahner Haus angeschlossen wurde.




