Galerie ABTART
Rembrandtstraße 18
70567 Stuttgart-Möhringen
Nixdorf Architekten & Ingenieure, Bernd Nixdorf, Dr.-Ing. Eckart Rosenberger, Daniel Waehlisch, Gerlingen
Karin Abt-Straubinger GmbH & Co. KG, Karin Abt-Straubinger , Stuttgart
2009
Lage
Das Baugrundstück befindet sich an einer stark befahrenen Kreuzung in Stuttgart-Möhringen in heterogener baulicher Umgebung. In seiner Körnung den anschließenden Häusern angepasst setzt das neue Galeriegebäude jedoch konsequent auf ein zeitgenössisches Erscheinungsbild als Zeichen für einen besonderen Ort zur Präsentation und Vermittlung junger Gegenwartskunst.
Bauwerk
Im Äußeren ist das kubisch gegliederte Bauwerk geprägt durch ein ausgewogenes Gegenüber von dunklen Ziegeln, Glas und Bronze. Die beiden „Stadtfenster“ mit ihren auskragenden Räumen und Rücksprünge in der Fassade führen zu einer spannungsvollen, plastischen Komposition, die nicht auf spektakuläre Effekte aus ist. Entsprechend der räumlichen Idee des Außenkörpers entstehen auch im Inneren ablesbare Raumfolgen, denen verschiedenartige Nutzungen zugeordnet werden können. Die Ausstellungsräume mit einer Gesamtfläche von 450 m² erschließen sich vom Eingangsbereich ausgehend über drei Ebenen und werden durch einen 100 m² großen offenen Skulpturenhof auf der Gartenseite ergänzt.
Der Grundriss erlaubt es, auf allen Ebenen differenzierte außen- und innenräumliche Beziehungen herzustellen und die vielfältigen Raumfolgen erlebbar zu machen. So öffnet sich bereits vom Foyer, über die Ausstellungseben, der Blick in den Garten. Durch die Führung des Tageslichts bis auf die Untergeschossebene entstehen unterschiedlich ausgeleuchtete Raumzonen, die den besonderen Anforderungen der jeweiligen Exponate - Malerei und Plastik - gerecht werden. Besonders geeignet für eine zugleich außenwirksame Ausstellung größerer Plastiken sind die beiden „Stadtfenster“. Der Werkstattcharakter, den die weiß gestrichenen Wände und Decken sowie die grauen Estrichfußböden anklingen lassen, ist auch für das Nutzungskonzept der Galerie Programm. Für eine markante, stadtbildliche Präsenz sorgt eine flächige Beleuchtung der offenen Fassadenteile in der Nacht und dunklen Jahreszeit.
Nachhaltigkeit
Das Haus wird umweltgerecht regernerativ über Geothermie und Betonkernaktivierung klimatisiert. Fossile Brennstoffe werden nicht benötigt und es entsteht kein CO2-Ausstoß.




